Reform als Auslöser des Projektes
Die Schulen im Kanton Zürich stehen mitten in der grössten Reform der letzten dreissig Jahre. Mit dem neuen Volksschulgesetz erhalten sie mehr Autonomie, zeitgemässe Strukturen für eine selbst verantwortete Schulentwicklung und innovative pädagogische Konzepte.
Nach einer Pilotphase (TaV-Schulen), deren Ergebnisse und Erfahrungen in die Planungsphase eingeflossen sind, erfolgte eine sorgfältige Umsetzungsphase durch das Volksschulamt der Bildungsdirektion und die PH Zürich. In den Schulen werden Konzepte erstellt, Unterstützungsleistungen der PH Zürich ausgesucht sowie ein Projektmanagement für die Umsetzung erarbeitet.
Die fortgeschrittenen, innovativen Schulen sollten die Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrungen in die Reformprozesse einfliessen zu lassen. Hier setzt das Projekt-sls an.
Konkrete Ziele des Projekts sls
Schulen und Lehrpersonen sind in vielen Bereichen Expertinnen bzw. Experten für Schulentwicklung und haben konkrete Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Erprobung von Ideen und Reformen. Damit wertvolles Erfahrungs- und Entwicklungswissen nicht verloren geht, bringt das Projekt-sls lokale Schulentwicklung und die Reformvorhaben des Kantons Zürich zusammen, verbindet sie in einer Partnerschaft und gibt den Schulen eine Stimme
Mittels Aufbau eines Netzwerks soll ein dynamischer Erfahrungsaustausch gewährleistet werden, der nach dem middle-up-down-Prinzip funktioniert. Den Schulen und ihren Angehörigen soll dabei eine aktive Rolle zukommen.
Das Projekt-sls schafft Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, innovative Ideen aus den Schulen anzuerkennen und in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Die innovativen Ideen und Erfahrungen werden mit Experten weiterentwickelt und für andere Schulen nutzbar gemacht.
Mit einer Preisausschreibung initiiert das Projekt sls einen öffentlichen Diskurs über Schulqualität und Schulentwicklung, anerkennt die Leistungen innovativer Schulen und regt einen systematischen Wissenstransfer zwischen Schulen, Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie Bildungspolitik und -verwaltung an.
Das Projekt-sls bietet innovativen Schulen einen bildungspolitisch und wissenschaftlich abgesicherten Kontext für ihre Weiterentwicklung. Die Initiative sichert die Nutzung von Synergien und ermöglicht den Wissenstransfer zwischen den Schulen. Drei Referenzprojekte werden mit Start des Projekts sls initiiert. Sie wenden sich zentralen Fragen der Reform und der lokalen Schulentwicklung zu und weisen anderen Projekten den Weg. Weitere Teilprojekte, die mittels eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt werden, erarbeiten «Produkte», die auch unabhängig von den lokalen Verhältnissen einzelner Schulen in der ganzen Schweiz Anwendung finden.